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Shareholder Value Management: „Pricing Power heißt das Zauberwort!“

Bankenkrise? Welche Bankenkrise? Inflation? Konjunkturschwäche? Alles kein Problem. Die Märkte huldigen wieder dem Optimismus. Die Bullen sind voll erwacht, schreibt Frank Fischer, CEO und CIO beim Vermögensverwalter Shareholder Value Management, in seinem aktuellen Marktkommentar.

Laut der jüngsten Sentix-Analyse, welche die Stimmung an den Märkten misst, machten die Optimisten 47 Prozent aus – der höchste Wert seit Herbst 2021. Ob die aktuelle Stimmung an den Märkten zurecht oder zu Unrecht blendend ist, müsse sich erst noch erweisen. Für Fischer ist klar: „Die Inflation wird uns weiterhin als Problem und Stimmungstöter begleiten, auch wenn die Märkte das ab und an mal ausblenden.“ Bis die Zielrate der Notenbanken von rund zwei Prozent erreicht ist, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Denn, die OPEC+-Staaten haben ihre Fördermengen gekürzt, was die Energiepreise wieder in die Höhe treiben werde, dazu hohe Abschlüsse der Tarifparteien im Lohnstreit – all das sind für Fischer keine Gründe, die nach Entspannung schreien. Die Unternehmen, die Lohnabschlüsse von zehn Prozent und mehr verkraften müssen, werden die Preise und diese an ihre Kunden weitergeben.

„Doch hier kommen wir zu des Pudels Kern: Das können nur Unternehmen umsetzen, die auch eine entsprechende Preissetzungsmacht haben. Und genau auf diese Unternehmen konzentrieren wir uns“, so Fischer. Konzerne mit einer Preissetzungsmacht haben zumeist einen sogenannten wirtschaftlichen „Burggraben“ um ihr Geschäft aufgebaut, der sie vor allzu großem Wettbewerb schützt. Die lassen sich nicht so leicht ersetzen, weil sie patentgeschützte Produkte anbieten, oder weil etwa die Wechselkosten von ihren Dienstleistungen oder Produkten, zu denen der Wettbewerber einfach zu hoch sind. Oder sie haben eine derart dominante Marktstellung, dass an ihren Produkten einfach kein Weg vorbeiführt. Dies gilt etwa für die Alphabet-Tochter Google, erklärt der Experte.

„Pricing Power schön und gut. Doch das allein reicht uns nicht. Wichtigstes Entscheidungskriterium ist für uns der Total Shareholder Return (TSR) über die nächsten fünf Jahre, also die erwartete Gesamtrendite der Aktie, die sich aus der Kursentwicklung und den Dividendenzahlungen zusammensetzt. Und genau solche Unternehmen dominieren unsere Mandate, wie etwa den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und noch mehr den Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value. Hier findet man globale Marktführer wie Amazon, Microsoft oder Roche Holding. Aber auch weniger bekannte Firmen wie den US-amerikanischen Betreiber von Top-Level-Domains wie .com und .net, Verisign, oder GruppoMutui Online, ein italienischer Online-Hypothekenbroker mit Sitz in Mailand. Und auch von der Admiral Group dürften nur die wenigsten Anleger je gehört haben. Dabei gehört der britische Versicherungskonzern zu den führenden Kfz-Versicherern für Privatkunden und ist der drittgrößte Kfz-Versicherer Großbritanniens. Darüber hinaus betreibt er einige Internetvergleichsportale und gehört zu den absoluten Ertragsperlen in unseren Portfolios“, so Fischer und zieht folgendes Fazit: „Wir bleiben, wie man im Fußball sagt kontrolliert offensiv, immer den Fuß neben der Bremse und setzen auf eigentümergeführte Firmen mit Preissetzungsmacht, die einzige vernünftige Antwort in diesem inflationären Umfeld.“ (DFPA/JF1)

Die Shareholder Value Beteiligungen AG mit Sitz in Frankfurt am Main investiert eigene Mittel in börsennotierte Aktiengesellschaften. Sie ist auf das Value Investing in kleine und mittel-ständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum spezialisiert.

www.shareholdervalue.de

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