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GdW: „BaFin schafft weitere Hürde für bezahlbaren Wohnraum“

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat angeordnet, dass Banken ab sofort zwei Prozent der Kredite für Wohnimmobilien durch ihr Eigenkaptal absichern müssen. Die Banken haben noch bis zum 1. Februar 2023 Zeit, diesen sektoralen Systemrisikopuffer für Wohnimmobilienkredite zu erfüllen. Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW: „Diese Entscheidung ist ein herber Rückschlag für den Wohnungsbau in Deutschland. Insbesondere für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, der aktuell so dringend benötigt wird.“

Esser gibt zu bedenken, dass eine Verschlechterung der Kreditkonditionen dringend notwendige Investitionen verteuere oder dazu führe, dass Investitionen nicht durchgeführt werden können, weil die Zielmiete nicht mehr erreicht werden kann. „Während Neubau also weiter verteuert wird, erwarten wir gleichzeitig eine Verknappung des Angebots.

Schon jetzt beobachten wir ein de facto Kreditvergabestopp von Banken bei Unternehmen im ländlichen Raum mit steigenden Leerständen, schrumpfender Bevölkerung und hohem Investitionsbedarf. Dieses Dilemma wird durch einen Risikopuffer weiter zunehmen und viele Unternehmen vom Kapitalmarkt abschneiden.

Die Gefahr von Überbewertungen bei Bestandshaltern, die ihre Bestände langfristig für die Vermietung zur Verfügung stellen, ist überhaupt nicht gegeben. Deshalb plädieren wir weiter dafür, hier eine Unterscheidung vorzunehmen. Finanzierungen für bestandshaltende Wohnungsunternehmen müssen von der Anordnung der BaFin ausgenommen werden.“ (DFPA/JF1)

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen.

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